Vergleichen Sie die Preise ... denn es ist Ihr Geld
...
Schweizer Fernsehen, Kassensturz,
Sendung vom 15.12.2009 um 21:15 Uhr
Der Goldpreis befindet sich auf einem Rekordhoch.
Viele
verkaufen jetzt ihren alten Goldschmuck. Doch die Preise der Ankäufer variieren
stark.
(LU, 02.05.2011) Der Goldpreis ist wegen der Griechenlandkrise,
Irlandkrise (letztlich auch Portugal) und weiterer Unruhen und starker
Währungsschwankungen immernoch
auf einem sehr hohen Niveau. Grund: Die Investoren fürchten den Wertverlust des Euro,
des Dollars
und flüchten in einen «sicheren Hafen» ins Gold. So notiert die Unze (31,1
Gramm) derzeit über der Rekordmarke von 1'550.00 Dollar. Fürs Kilo Gold bedeutet
dies einen Preis von rund 43'300.00 Franken.
Von diesem rekordverdächtigen Hoch wollen auch viele Altgoldbesitzer
profitieren. Ihre Möglichkeiten, die alten Colliers und Ringe abzustossen, sind
zahlreich: Täglich finden in Schweizer Hotelsälen Ankaufsveranstaltungen statt
und die Inseratespalten der Zeitungen sind voll mit Botschaften wie «Jetzt
Altgold verkaufen», «Altgold ist Bargeld!» oder «Wir bezahlen Höchstpreise».
Ansturm auf die Altgoldankäufer
Der Zeitpunkt, um Altgold zu veräussern, ist tatsächlich günstig, hat sich
der Goldpreis seit seinem Tief im Januar 2009 (805 Dollar) um gut 90 Prozent
gesteigert. Nachfragen zeigen deutlich, dass die Altgoldankäufer alle Hände voll zu
tun haben und das Geschäft brummt.
Umfragen zeigen aber auch, dass nicht alle Händler gleich viel bezahlen.
Die Ankaufspreise für verarbeitetes Gold (18 Karat) sind sehr unterschiedlich.
Von 28 Franken bis 16 Franken lauten auf Anfragen hin die Ankaufspreise. Bei
einer Goldkette von 80 Gramm kann dies sehr schnell einen Unterschied von über
800 Franken ausmachen.
Vorsicht bei der Auswahl des Goldhändlers!
Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich auf dem Goldmarkt viele
Schwarze Schafe tummeln. In praktisch allen Tages- und
Wochenzeitungen liest man seit Monaten von Goldankäufern, die in einem
Restaurant einen Raum anmieten, um Schmuck, Münzen, Barren, Medaillen, Besteck usw. anzukaufen.
Auch Flugblätter in Briefkästen und Postfächern sind ein sehr beliebtes
Werbeinstrument der Goldaufkäufer. Die Annoncen sind oft mit grossen
Versprechungen gespickt, leider aber auch oft mit äusserst spärlichen
Informationen.
Unbedingt im Vorfeld (z.B. telefonisch) wichtige
Details abklären: Was bezahlen Sie heute für 1 Gramm
Feingold 999/1000 ? Was bezahlen Sie heute für 1
Gramm 18karätiges Gold (750/1000), analog 14 Karat (585/1000), 9 Karat (375/1000), 8
Karat (333/1000) oder gestempelt als GAM ?
Versucht man bereits
bei dieser Preisanfrage der Antwort auszuweichen?
Versucht man den Preis mit "von je nach
dem/ bis sogar zu" anzugeben? Oder beispielsweise: Das hängt von diesem oder
jenem ab?
Lassen Sie sich nicht übers Ohr hauen! Wir raten in diesem Fall eindringlich:
Suchen Sie sich
bei ungutem Gefühl besser einen Ankäufer, der uneingeschränkt, gerne und freundlich
Auskunft erteilt.
Mögliche Hinweise auf Goldkäufer, die "günstig" kaufen, ohne Rücksichtnahme auf
Kunden: - in der Annonce fehlt die vollständige Angabe eines Namens
oder Firmennamens - in der Annonce ist kein Firmendomizil angegeben - in
der Annonce steht gar kein Name oder nur eine Abkürzung mit Natelnummer; wenn,
dann meist nicht 079 ... .. .., sondern 076 ... .. .. - in der Annonce
selber wird bereits vor unseriösen Goldankäufern gewarnt - Variante: in der
Nachbarannonce wird (anonym natürlich) vor solchen dubiosen Goldkäufern
gewarnt. - in der Annonce wird eine eidgenössische Bewilligung
angepriesen. (Jedermann darf Gold ankaufen. Eine solche Bewilligung
braucht es gar nicht) - offerieren von Gratis Kaffee oder
Kuchen ist bereits ein beliebtes Lockmittel bei den
sogenannten Kaffeefahrten (nichts auf dieser Welt ist
wirklich gratis)
Einen seriösen Einduck
hinterlassen Goldankäufer, die zum Beispiel mit diesen Angaben
werben: - vollem Namen - Firmennamen und Firmendomizil -
Telefonnummer im Schweizer Festnetz, bzw. der häufigsten Handyvorwahl der
Schweiz 079 ... .. .. - Hinweis auf Abfragemöglichkeit des
Edelmetallankaufspreises am Tage des Ankaufstermines - keine Negativaussagen
in Annonce oder Flugblatt, wie beispielsweise der Hinweis auf dubiose
Geschäftemacher etc.
Vorsicht ob der Preis für 18 Karat oder 24 Karat angegeben
wird!
Nicht alle Ankäufer geben also den derzeitigen Goldhöchstpreis an ihre Kunden
weiter. Vom Goldpreis von über 43'000 Franken per Kilo (02.05.2011) darf sich
der Kunde aber nicht blenden lassen. Dieser Preis bezieht sich auf Feingold in
Barrenform mit einer Reinheit von 999 Promille bzw. 24 Karat. Das goldene
Armband aus der Erbschaft dürfte aber nur 18-karätigem Gold entsprechen, worauf
auch der Prägestempel 750 (Promille) hinweist. 24-karätiges Gold wäre als
Schmuck zu wenig stabil.
Wirbt ein Goldhändler mit Höchstpreisen, ist immer darauf zu achten, ob sich
der Preis nun auf 18- oder 24-karätiges Gold bezieht. Zudem versuchen schwarze
Schafe unter den Goldhändlern die Unwissenheit der Kunden auszunützen, indem sie
ihnen folgende Frage stellen: «Was haben Sie sich
denn für einen Preis vorgestellt?».
Schlägt der ahnungslose Kunde einen tiefen
Preis vor, willigt der Ankäufer sofort ein.
Tipp: Mehrere Offerten einholen
Um nicht übers Ohr gehauen zu werden, sollten Altgoldbesitzer verschiedene
Offerten einholen. Laut Stichproben der Anlegerzeitung «K-Geld» kommt dieses
Vorgehen bei vielen Händlern aber nicht gut an. Zudem wird klar: Das Geschäft
mit Gold ist oft wenig transparent und die Ankäufer bieten für die offerierten
Stücke lediglich einen Totalbetrag. Bei der Nachfrage nach Grammpreisen geben
sich viele zugeknöpft.
Händler kalkulieren mit Kurschwankungen
Hat ein Händler genügend Gold angekauft, bringt er es in die Scheideanstalt,
wo es eingeschmolzen wird. Daher kann er auch nicht den gesamten Rekordgoldpreis
weitergeben, denn er muss die Schmelzkosten, einen Schmelzverlust sowie das
Risiko für Kursschwankungen in seine Kalkulation einbeziehen. Denn: Im
Unterschied zum Kunden, der das Geld beim Ankäufer bar auf die Hand bekommt,
erhält der Händler von der Scheideanstalt die Abrechnung erst im Nachhinein.
Bringt ein Ankäufer sein Gold nur alle paar Monate zur Scheideanstalt, wird das
Risiko für Kursschwankungen umso höher.
Gold bringt Geld per
Briefgold? Lesen Sie das Kleingedruckte!
Geld zurück wenn Sie nicht
mit dem Kaufpreis einverstanden sind?
Die Werbung verspricht eine schnelle Rückabwicklung. Der Kaufpreis wird - sofern
Sie nicht einverstanden sind - von Ihnen wieder zurücküberwiesen und der Schmuck
oder die Uhren werden an Sie zurückgeschickt.
Hier kommt nun
allerdings der Haken an der Sache: ...
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